Keine „Stromautobahn“ durch Waldkappel!

(Artikel aus der GAL-Zeitung "Uhlenspiegel", März 2011)

Waldkappel wäre stark betroffen vom Bau der geplanten 380-KV-Starkstromtrasse: Von Germerode her kommend, lägen die Waldkappeler Stadtteile Rodebach, Harmuthsachsen, Kernstadt, Mäckelsdorf, Friemen, Burghofen, Schemmern, Gehau und Stolzhausen im unmittelbaren Trassenbereich. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die städtischen Gremien im Einklang mit vielen Bügerinnen und Bürgern den Bau der Stromtrasse durch das Waldkappeler Stadtgebiet ablehnen:


„…Im Ergebnis bleibt festzustellen, dass die Trassenführung durch den Werra-Meißner-Kreis, und damit auch durch das Gebiet der Stadt Waldkappel, in allen Belangen ungeeignet ist. Die vorliegende Erdkabelplanung erfüllt in keinster Weise die Vorgaben des Gesetzgebers (Mindestlängen von Erdkabelabschnitten und häufiger Wechsel zwischen ober- und unterirdischer Leitungsführung). Die Stadt Waldkappel lehnt daher die 380-KV-Stromtrasse in der geplanten Form ab.“


Neben dem Argument, dass bei einer möglichen Trassenführung durch den Werra-Meißner-Kreis hochsensible Naturgebiete (auf dem Meißner), touristische Infrastruktur (Tierpark Germerode) und viele Wohnbereiche von Witzenhausen bis Waldkappel in unmittelbarer Nähe der Starkstromleitung liegen würden, muss die angebliche Notwendigkeit dieser „Stromautobahn“ auch grundsätzlich in Frage gestellt werden. Die Begründung, die immer wieder für die Notwendigkeit angeführt wird, dass der durch Offshore-Windkraftanlagen in der Nordsee erzeugte Strom nach Süden transportiert werden müsse, kann nicht akzeptiert werden.


Denn die Netze werden gleichzeitig (nach der Verlängerung der Atomkraftwerk-Laufzeiten erst recht) mit Atomstrom „vollgestopft“ und die großen Stromkonzerne sind damit beschäftigt neue Kohlekraftwerke ans Netz zu bringen. Vor allem geht es den Konzernen darum, weiterhin europaweit „billigen“ Atomstrom zu verteilen, zu verkaufen und damit Extra-Profite auf Kosten der Menschen und der Natur zu machen.


Eine grundlegend andere Energiepolitik muß her:

 

 

Wir treten ein

  • für die umfassende Nutzung erneuerbarer Energiequellen;

 

  • für den verstärkten Aufbau dezentraler Energieproduktion;

 

  • für Energieeinsparung und mehr Energieeffizienz;

 

  • für den verstärkten Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung;

 

  • für den Verzicht auf den Bau neuer Kohlekraftwerke;

 

  • für den Stopp der Atomstromproduktion.

Klicken Sie auf das Foto und es öffnet sich die Internetseite der Stadt Waldkappel - Hier finden Sie viele wertvolle Informationen, unter anderem auch alle Sitzungsprotokolle der Städtischen Gremien.

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